6 häufige Fehler in Stellenausschreibungen

Besonders viele Klein- und Mittelbetriebe investieren nicht genügend Zeit und Mühe in die Erstellung einer Stellenbeschreibung, die vor allem den Erwartungen der Bewerber entsprechen sollte. Um das zu vermeiden, sollten folgende vier Prinzipien immer berücksichtigt werden, wenn Recruiter Wert darauf legen möchten, den potenziellen Kandidaten den Weg zur Bewerbung zu erleichtern: Präzision. Klarheit. Ehrlichkeit. Auffindbarkeit.

Das Ziel einer Stellenausschreibung ist es, eine große Auswahl an hochqualifizierten Kandidaten, die für die ausgeschriebene Position geeignet sind, zu gewinnen.

Trotz zahlreicher Vorlagen (oder gerade aufgrund solcher), die heutzutage einfach im Netz zu finden sind, passieren bei der Erstellung von Stellenanzeigen viele Fehler. Diese 6 Fehler passieren am häufigsten:

1. Unrealistische Erwartungen in der Stellenausschreibung  

Übertrieben formulierte Anforderungen und extrem hohe Ansprüche wirken abschreckend und führen zu nicht wahrheitsgemäßen Angaben von Kandidaten. Relevante Anforderungen sollten dem Kandidaten sofort ins Auge stechen. Das sorgt für mehr Klarheit und passendere Kandidaten, die sich den wichtigsten Aufgaben gewachsen fühlen.

2. Fraglicher Jobtitel in der Stellenausschreibung

Die Berufsbezeichnung entscheidet darüber, ob ein Kandidat die Stellenanzeige lesen wird oder nicht. Der Titel sollte daher prägnant und präzise formuliert werden. Ein Titel, wie zum Beispiel “Chief Visionary Officer” ist extrem vage und wird dementsprechend nicht viel Interesse hervorrufen. Candidate Experience* beginnt nämlich schon beim Verfassen von Stellenanzeigen, die für Kandidaten so einfach und zugänglich wie möglich gemacht werden sollten.

*Candidate Experience=das Erlebnis des Bewerbers im gesamten Bewerbungsprozess

3. Unklare Vermittlung von verlangten Aufgaben

Die meisten Kandidaten suchen gezielt in Stellenausschreibungen nach Anforderungen, die ihren Qualifikationen entsprechen und ihre persönlichen Ziele erfüllen. Eine ungenaue Auflistung der erforderlichen Tätigkeiten ist unprofessionell, schreckt potenzielle Kandidaten ab und zieht ungeeignete Kandidaten an.

4. Keine Information über die Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur, das Geschäftsmodell, Ziele und Visionen sollten in Stellenausschreibungen klar formuliert werden. So können sich Bewerber ein ganzheitliches Bild der Firma machen und sich für das Unternehmen entscheiden, zu dem nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern ihre Persönlichkeit am besten passt. Eine Stellenbeschreibung sollte die Unternehmenskultur und Unternehmensphilosophie unbedingt wiedergeben, um so bereits im ersten Recruiting.-Schritt ideale Kandidaten herauszufiltern.

5. Fehlende Gehaltsangabe in der Stellenausschreibung

Die Angabe einer Gehaltsspanne hat den Vorteil, dass sie automatisch Kandidaten filtert, die das genannte Gehalt nicht akzeptieren würden und spart somit wertvolle Zeit  in der Rekrutierung.

6. Keine Einbeziehung der Mitarbeiter bei der Verbreitung der Stellenausschreibung

Die erfolgreichsten Neueinstellungen stammen aus dem persönlichen oder beruflichen Netzwerk von bestehenden Mitarbeitern. Mitarbeiter sollten motiviert werden, sich aktiv am Rekrutierung-Prozess zu beteiligen, zum Beispiel durch die Nutzung eines Mitarbeiter-Empfehlungsprogramms. Im Gegenzug sollten ihnen unterschiedliche Prämien als Symbol der Wertschätzung zustehen.

 

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